Dienstag, 12. November 2013

Money, Money, Money

Und so sieht es aus, das bolivianische Geld
Das Geld hier in Bolivien heißt Bolivianos [Cents entsprechen Centavos]. Es gibt 1o, 2o, 5o, 1oo und 2oo Boliviano-Scheine und Münzen im Wert von o.1o, o.2o, o.5o, 1, 2, und 5 Bolivianos. Ein Euro entspricht derzeit etwa 8.914 Bolivianos. Der Einfachheit halber rechnen hier alle Austauschschüler immer mal zehn minus ein bisschen. Am Anfang ist man aber doch immer ein bisschen geschockt, wenn man die Preise sieht oder hört; umgerechnet ist aber alles hier spottbillig!
Eine Busfahrt kostet keine 27 Cent, Packung Oreo [4 Kekse] oder No-Name Kekse [6 Stück] kosten 22 Cent und eine Halbliterflache Coca Cola bekommt man für 5o Cent.
Eine Kugel hausgemachtes Eis bekommt man für 12 Cent und ein trockenes Brötchen für 3 Cent. 5 Personen, eine Stunde Bowlen mit Schuhen - 14€! Namenhafte Marken, wie Hollister, die, wie einem versichert wird, Original und keine billige Kopie sind [naja...], werden einem für 2o€ hinterhergeschmissen. DVDs, die aber ganz offensichtlich Raubkopien sind, kosten auch nicht viel mehr als 5o Cent. Das Problem mit den DVDs ist nur, dass das man beim Kauf ein bisschen sowas wie RussischRolett spielt. Es ist nicht immer gesagt, dass man eine gute Qualität bekommt. Manchmal erwischt man einen Kinomitschnitt, nur eine Sprache [im besten Fall so etwas wie Chinesisch] funktioniert, die DVD spielt nicht oder es ist gar ein ganz anderer Film. Auch lustig ist es, wenn man sich ungewollt erst das Ende des Films ansieht und dann den Anfang. Aber damit muss man wohl leben, wenn man wissentlich Raubkopien kauft.
Das eigentlich einzig teure hier ist FastFood und europäischer Süßkram, obwohl ich letztens einen Burger für vielleicht 2€ hatte, der so groß war, dass ich ihn nicht geschafft habe. Dazu gab es noch Pommes und er war unglaublich lecker!

Ich kann mir so richtig gut vorstellen, wie meine Freunde mich später, zurück in Deutschland, zu einer Vorabiparty überreden wollen und ich kopfschüttelnd dastehe und mir denke: Das sind fast 7o Bolivianos... Nur Für den Eintritt!!

Samstag, 9. November 2013

Titicaca-Fotos [26. & 27. Okt]

 Gestern, nachdem ich mit Dana [wir erinnern uns: Deutsche Schülerin in La Paz, die auf der Isla del Sol mit mir auf einem Zimmer war] eine deutsche Konditorei aufgesucht und geplündert habe, war sie so freundlich, mir ihre Speicherkarte zu überlassen. Einige der Fotos kann ich keinem vorenthalten, also schmücken sie jetzt diesen wunderschönen Blog!

So sehen Bolivianische Fähren aus. Genau so vertrauenerweckend, wie die Stege...

Der Blick von der Straße auf den See

Bootsanlegestelle... hier Hafen!                         ...diese Stege...

Montag, 4. November 2013

My new Family

Jetzt nach dem Familienwechsel geht es mir viel besser! Ich habe eine Familie gefunden, in der ich mich wohl fühle... halt ein bisschen wie in einer Familie. Und das nach nur 4 Tagen!
Eine so tolle Familie kann ich naürlich keinem vorenthalten, deshalb würde ich sie euch gerne hiermit vorstellen.
Bruder Jeremy
[ganz offensichtlich nicht
imaginär!]

Die wohl wichtigsten Familienmitglieder sind die, die mit im Haus [bzw. in der Wohung] leben. Das wären mein Bruder Jeremy [nicht imaginär!!!], meine Mama Susana und mein Papa David. Auch nicht zu vergessen sind meine Großeltern, die mitsamt Hund/ laufendem Bettvorleger Rocky nahe bei der Schule wohnen und mittags für unsere Verköstigung sorgen.

Familienwechsel

Am Donnerstag [Halloween] habe ich tatsächlich noch in einer Nacht- und Nebel-Aktion die Familie gewechselt. Na, okay. Nacht und Nebel ist vielleicht ein bisschen übertrieben, aber es kam doch schon ziemlich überraschend! Also... WARUM?  ist jetzt wohl die Frage aller Fragen.

Es war nicht so, dass ich eine schlechte Familie hatte. Ich bin mir sicher, dass diese Familie voller toller Personen war ...nur leider habe ich davon nicht all zu viel mitbekommen. Die Chemie stimmte einfach nicht. Wir hatten keine Gemeinsamkeiten, weder gemeinsame Interessen, noch sonstwas; nichts worauf man eine familiäre Beziehung hätte aufbauen können. Alle in der Familie haben viel und lange gearbeitet, sodass ich eigentlich fast immer allein Zuhause war und selbst wenn nicht, gab es eigentlich niemanden, der mit mir geredet hätte. Sie haben null Interesse an meiner Person oder meiner Kultur gezeigt und das, obwohl ihr Sohn jetzt für ein Austauschjahr in Deutschland ist.

Donnerstag, 31. Oktober 2013

This is Halloween!?

Halloweendeko von vor 2 Jahren
Heute ist Halloween. Wer hätte das gedacht. Es ist das erste Jahr, in dem mich die Erinnerung meines Handys, dass mir verkündet, dass heute der Tag aller Tage im Jahr ist, mich tatsächlich überrascht hat. Ich bin so gar nicht in Halloweenstimmung. Das könnte verschiedene Gründe haben: Zum einen ist es warm. Die wenigen Bäume, die es hier gibt werden eher grüner, als dass sich ihre Blätter orange-rot färben und die Bürgersteige in Waldwege verwandeln. In einigen Schaufenstern hängt noch immer die Farbenfrohe Frühlingsdeko, die nur hier und da durch Grimmassenschneidene Kürbisse und Fledermäuse ersetzt wurde. Das Kunstblut hier in Bolivien scheint irgendwelche giftigen Inhaltsstoffe zu haben, weshalb es nur auf dem Schwarzmarkt verkauft wird, und wer möchte schon giftiges Blut haben. Und sind wir mal ganz ehrlich... Was ist Halloween ohne Blut!? Was auch dazu beigetragen haben könnte, dass sich meine Euphorie sehr in Grenzen hält, ist dass ich in einem weiß-beige-braunen Zimmer schlafe. Mal ganz abgesehen davon, dass das ja sowieso meine absoluten Lieblingsfarben sind [ACHTUNG, DUCKEN, IRONIE!!!], vermisse ich meine schwarzen, Spinnweben-überzogenen Wände, mein Ungeziefer [die Armeisen in meinem Bett hier zählen nicht], mein UV-Licht und meine Nebelmaschine. Und natürlich vermisse ich auch meine verrückten Freunde und meine fast normale Familie, die Halloween jedes Jahr auf's neue zu etwas besonderem machen.

Mittwoch, 30. Oktober 2013

Titicaca See

Sorry, dass es diesmal so lange gedauert hat. Ich war so müde am Sonntag und danach hat mich das Internet verlassen. Ich hatte eigentlich sogar vor, den Post von einem Schulrechner im Informatikunterricht zu veröffentlichen. Aber wir hatten Examen und da konnte ich mich nicht unbemerkt ins Internet schleichen...Aber hier kommt [dann halt etwas verspätet] der hoffentlich interessante Bericht:

Der See [Blick von der Sonneninsel]

Dieses Wochenende war die AFS-Reise zum Titicacasee. Mit über 4o Schülern und Freiwilligen trafen wir uns am Samstagmorgen zur Abreise. Allein die Busfahrt war schon lustig. Wir haben die Leute, mit denen wir geflogen sind wiedergetroffen und viele, viele neue kennengelernt. Man konnte sich über alle möglichen Dinge unterhalten, Erfahrungen austauschen oder einfach nur über die Familien bzw AFS-Bolivien lästern. Ohne untergehende Sonne war der Ausblick nicht ganz so atemberaubend, wie letztes Mal, aber immer noch wirklich schön. Wir genossen die Busfahrt mitsamt der Aussicht und knabberten Süßigkeiten bis die Kurven anfingen. [Von denen zu berichten habe ich das letzte Mal versäumt] Deutsche Serpentinen sind nichts im Vergleich zu bolivianischen Kürvchen in grausamer Höhe gepaart mit noch viel grausamerem bolivianischem Fahrstiel. Ich habe es aber überlebt. Gott sei Dank! Sonst hätte ich den Rest der wunderbaren Reise verpasst. Nachdem wir Copacabana erreicht hatten, sind wir direkt auf Boote umgestiegen, die uns zur Isla del Sol [der Sonneninsel] gebracht haben.

Freitag, 25. Oktober 2013

LamaAlarm

Wir unterbrechen das übliche Programm für eine wichtige Mitteilung
Ich hab heute mit einem Kaugummi kauenden Babylama im Minibus gesessen! Und ich hab die ganze Zeit über '¿Como se llama?' [Wie heißt es?] geschmunzelt, weil llama heißen und Lama bedeutet.